Lebensberatung in Berlin bei Krisensituationen wie Todesfall, Trennung, Angst, Kränkungen und Herausforderungen

 
 
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Das Trauma Schwangerschaftsabbruch verarbeiten

Abtreibung ist in Deutschland weiterhin ein Tabu-Thema. Kaum eine Frau wagt darüber offen zu sprechen, obwohl viele davon betroffen sind. Manche können sehr gut damit umgehen, weil z.B. beide Partner es ganz klar wollten. Manchen Frauen geht es danach sehr schlecht, weil sie z.B. nicht abtreiben wollten, aber der Partner darauf bestanden hat und weil sie keinen anderen Ausweg gefunden haben. Dann kann es passieren, daß diese Frauen „zu“ machen, weil sie sonst den großen Schmerz nicht aushalten würden. Ein Schwangerschaftsabbruch kann ein Trauma für viele Frauen sein. Daraus kann sich das Post Abortion Syndrom genannt PAS entwickeln. Doch das „zu“ machen hilft nicht den Schmerz tief im Herzen und im Unterleib zu lösen, im Gegenteil, es hält ihn fest und macht ihn groß.


Unterdrückte oder verdrängte Gefühle können irgendwann krank machen und zu psychosomatischen Beschwerden, Depressionen oder Angstzuständen führen. Deshalb ist es so wichtig, solch einen Schmerz nicht beiseite zu schieben, sondern den Schangerschaftsabbruch emotional zu bewältigen.

Immer wieder wenden sich Frauen an mich, um eine Abtreibung zu bewältigen. Egal aus welchen Gründen diese Abtreibung stattgefunden hat; Ob es aus einem medizinischen Grund entstanden ist, oder weil das Baby gerade nicht gewünscht ist.

Ich arbeitete mir den Klientinnen wie folgt:

Ich setze den Schwerpunkt auf die Verarbeitung der Gefühle. Wenn nur darüber gesprochen wird und alles über den Verstand behandelt wird, hilft es zwar aber nach ein Paar Tagen kann das Leid genauso wieder da sein wie vorher. Selbst wenn damals die Gründe sich richtig anfühlten oder kein andere Ausweg da war, wird oft nach dem Abbruch die Situation anders wahrgenommen. Oft kommt dann das Gefühl: „ich hätte doch die Kraft gehabt, das Kind allein zu bekommen“ oder „ich hätte mich doch durchsetzen sollen“ usw…Im nachhinein sind die Betroffenen Frauen nicht mehr im Stress (Stress dadurch, dass sie schnell eine Entscheidung treffen mußten) und können (das Gehirn kann das ) dann ganz anders darüber empfinden. Es sind also nicht die Gründe, die sich ändern sondern das Gefühl dazu. Deswegen benutze ich lieber Methoden, die an den Gefühlen arbeiten statt mit dem Verstand.

Ich nutze dazu Methoden wie Wingwave oder Brainspotting. Beide Methoden werden bei der Verarbeitung von  einem Trauma eingesetzt oder bei Themen, wo festgestellt wird, dass trotz Gespräche die Gefühle dazu sich nicht ändern. Warum? Weil sie direkt im limbischen System wirken, d.h. dort wo im Gehirn die Gefühlen entstehen. Und wenn die Methoden wirken, dann spürt die Klientin die Wirkung während der Sitzung und die Wirkung entfaltet sich noch nach der Sitzung weiter.

Wie ich genau mit der Klientin arbeite, ist davon abhängig, welche Verbindung zum Kind aufgebaut wurde oder welche Vorstellungen über das Kind während der Schwangerschaft vorhanden waren. Es ist auch davon abhängig, wie die Entscheidung mit dem Partner getroffen wurde: manchmal ist noch viel Wut auf dem Partner oder auf anderen Menschen vorhanden. Auch wie der Abbruch stattgefunden hat, kann unterschiedliche Gefühle hinterlassen…Ich bespreche mit der Klientin in einem ersten Gespräch, welche Gefühle vorhanden sind und welche Situationen noch schmerzhaft sind und wir entscheiden zusammen, womit wir starten können, damit sie zuerst Vertrauen zu der Methode aufbauen, bevor wir an die größeren Schmerzen rangehen.

Ich habe einige Rituale auch inzwischen entwicklet, die ich vorschlage und nur durchführe wenn die Klientin spürt, dass sie sie bewegt. Die Rituale werden in Begleitung der Traumatherapie erlebt, so dass während des Rituals, das limbische System in einem Verarbeitungsprozess der Gefühle versetzt wird.

Einige Betroffenen Frauen haben Angst, dass es Ihnen nach der Traumatherapie schlechter geht als vorher. Gefühle zuzulassen heißt für Einige, die Kontrolle zu verlieren. Manche denken aslo: „wenn ich die Gefühle zulasse, dann komme ich nicht daraus“? Aber die Erfahrung zeigt das Gegenteil: wenn ein Gefühl und eine Emotionen abfliessen können, verlieren sie an Kraft.  Bei einem normalen Ereignis, das traurig macht, fühlt man sich bald besser, wenn man die Trauer zuläßt und weint…ein ganz anderes Beispiel: Sie spüren auch wenn Sie eine große Freude empfinden (nach einer lustigen Geschichte), dass eine Spannung in Ihnen sich aufbaut, wenn Sie sich das Lachen verkneifen. Das Lachen entlastet und baut diese Spannung ab. Bei unangenhmen Gefühlen ist das nicht anders: Sie spüren Entlastung, wenn Sie das Gefühl zulassen und akzeptieren und einen körperlichen Ausdruck dazu zulassen. Vielleicht haben Sie sogar gemerkt, dass die Trauer in Wellen kommt und dass die Häufigkeit und die größe der Wellen mit der Zeit sich verkleinern?

Doch bei manchen sehr schmerzhaften Ereignissen (Traumata) reicht das normale Verareitungsmechanismus der Psyche nicht aus oder es geht sehr sehr langsam. Dazu kommt, dass oft die Heftigkeit der Gefühle einem zu sehr verschreckt, sie allein zuzulassen. In solchen Fällen kann das sinnvoll sein, dieses in Begleitung einer Person zu tun in Kombination mit einer Traumatherapie. Mit jemanden, der vor diesen Gefühlen keine Angst hat und Vertrauen in dem Prozess hat. Jemanden bei dem Sie weinen und sich fallen lassen können, weil Sie sich angenommen und sicher fühlen.

Inzwischen können Traumatherapien mit vielen Ressourcen begleitet werden. Die Klientin hat die Möglichkeit innerhalb Ihrer Kräfte zu bleiben und dies zu steuern. Gerade die Methode Brainspotting kann bei heftigen Gefühlen mit vielen Ressourcen genutzt werden. Und dass jemand bei Ihnen ist und in dem Prozess viel Vertrauen bringt, ist das auch eine wichtige Ressource für Sie.

Am Ende der Behandlung, bitte ich Sie zum Beispiel, sich an eine Situation zu erinnern, die seit dem Abbruch schmerzhaft ist: meistens ist nach dem Abbruch der Anblick eines Babys, von hochschwangeren Frauen sowie Babygeschrei schwer erträglich. Wenn Sie diesmal das Baby oder eine hochschwangere Frau problemlos anschauen  und Babygeschrei aushalten können, zeigt es, dass die Verarbeitung abgeschlossen ist.

Oft geht es solchen Klientinen 1 bis 2 Wochen nach den Sitzungen ziemlich viel durch den Kopf. „Es“ arbeitet weiter. Das Gehirn ordnet das Ereignis neu. Manchmal kommt einen Rest Trauer nach, aber sie darf abfliessen … und Sie haben in den Sitzungen gelernt, wie Sie Ihr Gehirn in den Verarbeitungsprozess versetzen können und sich dadurch selber helfen können.

Wenn Sie eine Frage zur Verarbeitung  haben, rufen Sie mich bitte an. Tel.: 030 45 49 45 44. Sollten Sie nich in Berlin wohnen, ist das kein Problem. An einem Wochenende (ab Freitag 17 uhr bis Sonntag mittag) können Sie nach Berlin kommen, in meiner Praxis übernachten und am Tag arbeiten wir an das Thema gemeinsam. Meistens arbeite ich mit den Klientinnen  9 bis 10 Stunden zusammen in 3 Tagen und wir bleiben danach schrifftlich in Verbindung, falls Sie Fragen haben.

77 Kommentare »»

  1. Lena – #

    Hallo,
    ich bin 25 und hatte vor einem Monat eine Abtreibung. Der Vater wäre mein Ex gewesen, die Zeugung war bereits 2 Monate nach unserer Trennung. Ich hatte sehr schwer mit unserer Trennung zu kämpfen, weil mein Ex mich betrogen hatte. Als ich dann gemerkt hatte, dass ich schwanger war stand für mich klar, dass ich das Kind nicht bekommen kann, weil ich von ihm keine Unterstützung bekommen hätte. Ich hatte meine Schwangerschaft einer Freundin anvertraut (die zu dem Zeitpunkt ebenfalls im Anfangsstadium ihrer Schwangerschaft war, was ich damals aber noch nicht wusste). Sie konnte meine Entscheidung nicht verstehen und wir haben dann auch nicht mehr darüber gesprochen. Sie hatte mich jedoch ein wenig umgestimmt und da ich eigentlich gerne schon bald ein Kind hätte hab ich schon über die Option, das Kind zu behalten nachgedacht. Als ich es dann jedoch meinem Ex erzählt habe, dass ich schwanger bin, hat er mir vorgeworfen, dass ich die Pille vorsätzlich abgesetzt hätte. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich das Kind wohl nicht behalten werde und habe die Abtreibung schnell hinter mich gebracht. Die letzten Wochen waren eigentlich ok obwohl ich viel darüber nachgedacht habe. Aber vor ein paar Tagen habe ich von der Schwangerschaft meiner Freundin erfahren und seitdem komm ich damit einfach nicht klar. Ich weine tagein tagaus und mache mir Vorwürfe, ob ich meine Entscheidung nicht zu voreilige getroffen habe. Ich überlege, ob ich Hilfe in Anspruch nehmen soll oder vielleicht handelt es sich nur um eine vorübergehende Belastung, weil ich eben gerade erst von der Schwangerschaft der Freundin erfahren habe.

    Kommentar vom 02. Mai 2015 – 17:08

  2. valeo – #

    Liebe Lena,
    danke für Ihr Kommentar. Wie geht es Ihnen seit dem 2.5.? Wenn Ihre Reaktion immer noch sehr schmerzhaft ist, würde ich an Ihre Stelle mir Hilfe holen. Beobachten Sie bitte, wie Sie grundsätzlich darauf reagieren, wenn Frauen, die Ihnen nah stehen, schwanger werden oder ein Kind bekommen. Sollte es jedesmal sich so anfühlen, als würde es ein Messer in Ihrer Wunde drehen, dann würde ich Ihnen empfehlen, Hilfe in Anspruch zu nehmen entweder bei mir oder bei einem anderen Therapeuten, wo Sie sich mit Ihren Gefühlen gut aufgehoben fühlen.
    Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute.
    Herzlichst
    Pascale Chartrain

    Kommentar vom 14. Mai 2015 – 00:28

  3. Franziska – #

    Hallo..

    Ich hatte im August 2012 eine Abtreibung… Ich war frisch mit meinem Freund zusammen und er wollte das Kind nicht und hat mich dazu gezwungen dies zu machen.. Bis Heute kann ich nicht in das Krankenhaus gehen wo ich die Abtreibung hatte nicht mal jetzt kann ich das Vergessen.. Habe immer noch das aller erste Ultraschall Bild bei mir und sehe dieses oft an.. Im Dezember 2013 bin ich nun Mama geworden von einem wundervollen Sohn nicht mal jetzt kann ich dies vergessen…

    Kommentar vom 17. Juni 2015 – 21:30

  4. Hakuna Matata – #

    Hallo,

    Ich schreibe hier ausnahmsweise mal als Mann… hoffe das ist ok.

    Ich verbringe seit 2-3 Monaten eine sehr schöne Zeit mit einer sehr lebensfrohen Frau. So wie ich sie kenne, ist sie eher ein Mensch der negatives sowie Probleme, verschweigt und vor sich selber versteckt, was für mich auch kein Problem ist, solange es nichts mit mir zu tun hat und es vor meiner Zeit war, …denn ich bin eher schon der Mensch geworden der Probleme direkt versucht zu lösen. Auf jeden Fall hab ich durch so 1-2 Situationen gemerkt, dass irgendwas in ihr ist, was ihr nicht gut getan hat. Vor kurzem hat sie dann auf einmal angefangen zu erzählen. Ich habe nicht viel dazu gesagt, ich hab einfach gut zugehört und dinge gesagt wo ich wusste ich würde nichts schlechtes mitbewirken.

    Es geht darum, sie wurde 2-3 Monate bevor sie mich kennengelernt hat schwanger und hat das Kind abgetrieben

    Falls informativ: Sie hatte sich Dezember von ihrem Ex getrennt, und sich 1 Monat danach mit ihrem aller ersten Freund getroffen und wurde von diesem „quickie“ oder wie sie meint „Versuch“ schwanger (mit den „fast-Vater“ hat sie kein Konakt mehr). …Ich bin die erste Person der sie das erzählt hat.

    Für mich selbst, hat das keine Bedeutung, ich werde mir daraus kein Urteil bilden, es war vor mir und es ist für mich nicht negativ sowie positiv. Jeder macht seine Fehler und dass ist auch gut so.

    Aber ich finde ich habe in dem Moment eine Art Verantwortung dafür wie ich mit ihr bezüglich diesem Thema umgehe. Daher Frage an euch, wie gehe ich am besten damit um, soll ich sie nochmal darauf ansprechen, ihr mitteilen, dass sie mit mir darüber reden kann, es mit humor bekämpfen, wie kann ich ihr helfen, damit besser klar zu kommen?

    Vielen Dank fürs zuhören.

    Kommentar vom 22. Juni 2015 – 10:26

  5. Jenny – #

    Hallo ich bin 28 und hatte am 2.6.15 einen medikamentösen schwangerschaftsabbruch.der Vater des Kindes ist/War eine affaire und hätte nicht zu diesem Kind gestanden.da ich psychisch etwas vorbelastet bin habe ich mich dazu entschlossen es nicht zu behalten. Frage mich seitdem ob ich es nicht doch geschafft hätte da ich mir ein Kind sehr wünsche. Die Erinnerung an dem Abbruch ist schrecklich. Ich breche oft in tränen aus wenn ich Babys oder Mütter sehe.auch Nähe ist seitdem schwer für mich.ich hätte nicht gedacht das es trotz freier Entscheidung so schwer sein kann…

    Kommentar vom 25. Juni 2015 – 02:00

  6. valeo – #

    Hallo,
    ich finde es toll, dass Du nachfragst. Ich denke Deine Freundin wird sich freuen, zu hören, dass sie mit Dir darüber reden kann, wenn die Trauer sie wieder packt. Einfach zuhören, nicht abtun, nicht bekämpfen, nicht aus dem Gefühl herausholen wollen sondern einfach wertfrei zuhören und sie in Deinen Armen nehmen, wenn sie weinen braucht und abwarten, dass das weinen vorbei geht und dann etwas mit ihr gemeinsam unternehmen. Solltest Du merken, dass sie über die Zeit es nicht erträgt Babies oder schwangere Frauen zu sehen, dann sollte sie sich hilfe holen, bei mir oder jemanden anderen…alles liebe! Pascale Chartrain

    Kommentar vom 26. Juni 2015 – 00:04

  7. valeo – #

    Liebe Jenny, hole Dir bitte Hilfe, um das zu bearbeiten. Bleibt nicht allein damit!
    gute Besserung und alles Liebe Von mir

    Kommentar vom 26. Juni 2015 – 00:06

  8. valeo – #

    Ja liebe Franziska, so etwas kann man nicht vergessen, egal wieviel Kinder danach kommen. Ich habe auch mit einigen Frauen 20 jahren später eine Abtreibung bearbeitet. Manchmal heilt die Zeit die Wunden nicht. Wenn Deine Symptome bleiben, empfehle ich Dir, Dir psychologische Hilfe zu holen. Meistens verbessert es die Beziehung zwsichen Mutter und lebendem Kind (weil oft das Kind nach der Abtreibung wie eine Wiedergutmachung ist) da sie oft mit Kompensation von Schuldgefühlen belastet ist….
    ich wünsche Dir gute Besserung!!
    Liebe Grüße von Pascale
    PS: ich habe öfters Mütter die aus Westdeutschland zur mir an einem WE in die Praxis kommen, um das zu verarbeiten. wir arbeiten meistens um die 9 Stunden und das bewirkte bis jetzt ganz viel!!

    Kommentar vom 26. Juni 2015 – 00:14

  9. Conny – #

    Hallo, ich bin Conny und 20 Jahre alt. Leider wurde ich auch ungewollt schwanger und habe mich dazu entschieden die Schwangerschaft abzubrechen. Ich stehe kurz vor der Abtreibung und komme mit dem ganzen auch gut klar.

    Meine restliche Lebenssituation ist leider nicht so einfach, ich mache gerade eine Trennung durch. Ich bin nun ca 5 Wochen von meinem Freund getrennt mit dem ich 4,5 Jahre in einer Beziehung war, mit einer gemeinsamen Wohnung und gemeinsamen Haustieren.

    Er hatte sich von mir getrennt ohne Grund, den ich erst vor 3 Wochen dann erfuhr da er mir fremd gegangen ist. Er versucht nun schon seid diesen 3 Wochen mich zurück zu bekommen, weil ihm anscheinend erst jetzt aufgefallen ist was er an mir hatte.

    Ich weiß erst seit kurzem von meiner Schwangerschaft und hielt es nur fair es im zu sagen. Das Problem das ich jetzt habe ist, das mein Exfreund überhaupt nicht mit meiner Entscheidung einvertanden ist und er damit nicht klar kommt.

    Ich wäre sehr dankbar wenn ich einem Tipp hierzu bekommen könnte.

    Liebe Grüße

    Kommentar vom 24. Juli 2015 – 14:19

  10. Christine – #

    Hallo, ich bin 33 und hatte vor vier Wochen einen Schwangerschaftsabbruch gegen den Willen und hinter dem Rücken meines Partners. Es war ein gewolltes Kind von beiden. Ab dem Zeitpunkt des positiven Tests drehte ich durch. Panikattacken, Ängste in solchem Ausmaß dass ich mich freiwillig in die Psychiatrie einweisen ließ. Niemand konnte mir helfen, ich entwickelte irrationale Ängste fast schon psychotisch aufgrund meines wachsenden Bauches, war kurz davor mir ein Messer in den Bauch zu stechen. War dreimal beim Abtreibungsarzt hab zweimal das Geld wieder zurück gebracht, dachte ich kann das nicht. In der letztmöglichen Woche habe ich dann abgetrieben aus Angst durchzudrehen. Ich leide seitdem jeden Tag, denke sogar daran mich umzubringen. Bin wieder in der Psychiatrie mein Partner hasst mich weil ich ihm sein Baby weggenommen habe. Was läuft nur falsch mit mir? Ich mache mir große Vorwürfe

    Kommentar vom 05. August 2015 – 10:25

  11. Vanessa – #

    Hallo, meine Abtreibung ist jetzt 1 Jahr her.
    Damals wo ich erfahren habe, das ich schwanger war, war ich gerade mit meinem ex Freund ein halbes Jahr zusammen und wollte die Abtreibung. Wo der Termine immer näher rückte, hätte ich Angst und wollte es nicht mehr. Mein Partner drohte mir, er würde mir das Leben zu Hölle machen etc. ich habe mich von ihm so beeinflussen lassen, ich sagte ihm auch, ich habe Angst dies in der Zukunft zu bereuen und psychisch nicht damit klar zukommen, er sagte er wäre immer für mich da, auch als Freund, wenn wir nicht mehr zusammen wären.
    Nach der Abtreibung hat er mich sofort verlassen, meldete sich nach einem Monat wieder, wo ich sagte ich muss mit einem darüber reden, direkt war er wieder für mich da, du brauchst keinen, du hast mich. Ich könnte aber nicht mehr und bin zu meiner Mutter und erzählte ihr das, er verließ mich wieder. Was mir zeigte, das er am Ende nur mit mir zusammen war, das ich mein Mund halte. Ich hasse diesen Menschen, da er ein Problem zu meinen Lasten gelöst hat. Vergessen Männer eine Abtreibung, immer hin war es ja ich Fleisch und Blut?

    Kommentar vom 09. August 2015 – 02:53

  12. Katrin – #

    Vielen Dank, dass Sie sich mit diesem Thema beschäftigen und Hilfe anbieten. Ich finde es zeugt von menschlicher Größe, sich mit so einem schwierigen Thema auseinander zu setzen, um zu helfen. Ich sah damals keinen anderen Ausweg, aber ich vermisse jetzt dieses Kind so schrecklich, ich würde gern alles rückgängig machen. Ich denke, ich kann damit irgendwie leben, aber das vermissen wird immer bleiben.
    Ich danke Ihnen für Ihre Menschlichkeit.

    Kommentar vom 12. August 2015 – 23:34

  13. josephine – #

    Hey ich glaube ich bin hier eine der jüngsten , ich bin 17 und hatte meine Abtreibung mit 15
    Ich war zu dem Zeitpunkt seit einem Jahr und paar Monate mit meinem damaligen
    Freund zusammen , in der Zeit gab es sowieso immer mehr Streit
    Als dann heraus kam das ich schwanger sei drehte er völlig durch er meldete sich nicht mehr
    Schrieb oder rief mich nicht zurück für meine Mutter war sowieso von Anfang an klar das Kind muss weg , nur 3 Tage später saß ich in einer Familien Beratungsstelle die unterschrieb das ich
    Mein Kind abtreiben dürfe . Ich hatte keine Zeit zu handeln oder zu überlegen . Ich wusste mit 15 könnte ich dem Kind nichts bieten aber ich hätte es doch zur Adoption frei geben können , aber über sowas hatte ich keine Zeit nachzudenken ich wurde von einem Arzt zum nächsten geschleppt . Danach war das Thema auch für meine Mutter beendet es wurde nie mehr darüber gesprochen . Mir ging es immer schlechter ich bin nicht mehr regelmäßig zur Schule hockte nur noch Zuhause . Ich habe bereits versucht zu einem Psychologen zu gehen aber jedes Mal schaffe ich es nicht darüber zu reden ich fange direkt an zu heulen deshalb hab ich es gelassen , die meisten Menschen die darüber Bescheid wissen das ich so jung eine Abtreibung hatte verachten mich dafür .

    Kommentar vom 30. August 2015 – 23:09

  14. valeo – #

    Liebe Conny, ich bin für Entscheidungen Abtreibung oder nicht, nicht die richtige Person. Es gibt dafür die Beratungsstellen, die Ihnen helfen, die Entscheidung zu treffen. in diesem Falle hätte ich Ihnen auch ein Gespräch bei einem Paarberater empfohlen. Ihr mann scheint Sie noch sehr zu lieben und das wäre wichtig, dass Sie beide über das was passiert ist (das Fremdgehen) und über Ihre Gefühle sprechen, bevor Sie diese sehr weit reichende Entscheidung treffen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, egal wie Sie sich entscheiden.
    Liebe Grüße von Pascale Chartrain

    Kommentar vom 30. September 2015 – 14:01

  15. valeo – #

    Liebe Christine,
    es ist gut, dass Sie sich Hilfe geholt haben. Manchmal kann es Ereignisse im Leben geben, die wir emotional nicht verarbeiten haben und die dann durch eine Schwangerschaft getriggert werden. Es können zum Beispiel Ereignisse sein, wo Machtlosigkeit und Ohnmacht sowie Kontrollverlust erlebt worden ist. Oft passiert dass frau diese Ereignisse nicht bewußt damit in Verbindung bringen kann. Sie sind wie verdrängt, wirken aber trotzdem auf der Ebene der bewußten Psyche und können zu Reaktionen bringen, die Sie selber nicht verstehen können.
    Ich wünsche Ihne gute Besserung und ganzu viel Mut, sich das alles anzuschauen.
    Liebe Grüße von Pascale Chartrain

    Kommentar vom 30. September 2015 – 14:09

  16. valeo – #

    Liebe Vanessa,
    man kann Ihre Frage nicht pauschal beantworten. ich hatte schon in meiner Praxis einige Männer, die sehr darunter gelitten hatten, dass ihre Partnerin abgetrieben hat und sie konnten es nicht vermeiden. wenn ich höre, dass der Partner droht, Ihnen das Leben zur Hölle zu machen, läuten bei mir alle Alarmglocken.Es ist wichtig bei so einer Entscheidung, wo es kein Zurück gibt, sie nicht aufgrund einer Drohung zu treffen. Denn Sie wissen nicht, was aus dieser Beziehung passieren wird. Und dann haben Sie eine Entscheidung getroffen für jemanden, der sowie so nicht mehr da ist. Liebe Vanessa, wichtig ist doch, dass Sie darüber sprechen mit Ihrer Mutter oder sehr gute Freunden oder mit einem Therapeuten und das beweinen…Jeder Verlust muß beweint werden. Kein Mensch kann sich vorher vorstellen, wie es ihm danach gehen wird. aber wenn es einem schlecht geht, dann gilt es alles zu fühlen, was da ist und dem einem Raum zu geben. Am Besten tun Sie das, wenn Sie jemand therapeutisch begleitet. Ich hoffe, dass Sie irgendwann mal auch diesem Mann sein Verhalten vergeben werden. Das ist wichtig für Sie selber nicht für ihn. Dazu kann ich Ihnen die Tipping Methode der radikalen Vergebung empfehlen. Buch : „Ich vergebe“ von Collin Tipping.
    ganz liebe Grüße und alles Gute für Sie. Pascale Chartrain

    Kommentar vom 30. September 2015 – 14:30

  17. valeo – #

    Danke liebe Katrin für Ihre Worte!
    ja viele betroffenen sehen in diesen 12 stressigen Wochen keinen anderen Ausweg. das macht es so schmerzhaft!!
    ich kann mich gut vorstellen, dass Sie dieses Kind immer noch vermissen. Beweine Sie ihr Kind und schreiben Sie ihm einen Brief, die Sie ihm immer wieder vorlesen. Ja das Vermissen bleibt manchmal ein Leben lang, insbesondere bei Frauen, die danach kein Kind bekommen haben.Wichtig ist dass Sie mit diesem Ereignis und mit Ihrem Kind Frieden machen. Nehmen Sie sich dafür bitte wenn nötig eine psychologische Hilfe. Auch in den beratungsstellen, wird Hilfe angeboten, wenn man keinen Therapeuten bekommen oder bezahlen kann.
    ganz liebe Grüße von Pascale Chartrain

    Kommentar vom 30. September 2015 – 14:38

  18. Mini – #

    Hallo.
    Ich stehe kurz vor einem schwangerschaftsabbruch. Am Montag ist es so weit. Wir waren gemeinsam bei der Beratung und wissen eigentlich beide, dass wir gerade nicht für ein Kind sorgen können. Es kriselt bei uns sehr und mein Freund sagt mir auch offen er wird immer dazu stehen egal wie ich mich entscheide, aber genau so offen sagt er auch, dass es sehr schwer für uns werden wird. Er glaubt nicht daran, dass wir mit den aufkommenden Konflikten die zur Zeit mit einem Kind kommen würden wirklich eine gemeinsame Zukunft hätten.
    Seit 2 Tagen habe ich nun sehr starke Gewissensbisse, dass ich unserem Baby das leben nehmen werde auch wenn ich weiß, dass wir gerade nicht in der Lage sind einem Kind gerecht zu werden.
    Aber wenn ich die Entscheidung getroffen habe den Abbruch zu machen, kann ich nicht mehr zurück.
    Ich bin mir dazu auch noch sehr unsicher, wie weit seine Aussagen meine Meinung zu der abtreibung lenken. Meine Angst besteht darin, dass ich ihm hinterher Vorwürfe machen könnte ich hätte es wegen ihm gemacht. Wenn ich ihm meine Bedenken mitteile sagt er nur immer wieder, dass ich das entscheiden muss.
    Ich weiß einfach nicht weiter. Was kann ich tun, um mir wirklich sicher zu sein und nicht am Montag die falsche Entscheidung zu treffen?

    Kommentar vom 19. März 2016 – 12:10

  19. Sandra – #

    Hi,ich habe vor ca. 3Jahren ein Kind medikamentös abgetrieben weil ich zu der zeit noch selbständig war und es für mich die günstigere Variante war…Das Kind entstand aus einer Affaire .War mit diesen Mann ca.3 Jahre zusammen ..Wir sind beide verheiratet und die Affaire wurde apruppt beendet weil seine Frau alles raus bekommen hatte…paar Tage später erfuhr ich ,das ich schwanger bin..War in dem Moment wie in Trance..Das Ende der Affaire war für mich und auch für ihn sehr schwer..weil auch viele Gefühle im Spiel waren/sind…Seine Frau setzte ihn auch sehr unter druck und es gab nur Theater usw …Ich entschloss mich dazu.. alleine eine Entscheidung zu treffen und sagt ihm nichts…Wollte ihm nicht noch mehr Ärger einhandeln und mir auch nicht…entschloss mich dann zur Abtreibung obwohl ich es gern behalten hätte..Aber sah in dem Moment nur diesen Ausweg..hab selbst schon 2 Kinder und er hat auch eins..dachte dadurch geht alle kaputt und das wollte ich nicht…Ich hätte es trotzdem in kauf genommen aber wollte es unseren Kindern nicht antun…So ging ich zu meiner Frauenärztin holte mir die erste Tablette und ging wieder nach Hause…vorher wurde ich beraten das es kein zurück mehr gibt wenn ich die Tablette nehme…Ich willigte ein und nahm sie fest entschlossen..Schon am Abend überkamen mich die ersten zweifel aber ich überspielt es einfach. ..Am nächsten tag musste ich wieder in de Praxis und die FA schaute nach ob alles so verlief wie es sein sollte und gab mir entweder noch eine Tablette oder ein Zäpfchen bin mir nicht mehr sicher…War dort wie benebelt und hab mich einfach gefügt…Dann hieß es warten..Ich musste ca 4bis 5 Stunden dort bleiben …Ich lag so ca eine Stunde im Bett und dann fing es an…Erst ein leichtes ziehen im Bauch. ..Dann das ständige Gefühl zu müssen…Bei jedem Wasser lassen merkte ich wie etwas aus mir raus kam…Das wurde von Stunde zu Stunde schlimmer. ..Die Schmerzen waren wie wehen ..Es kam immer mehr Brocken beim Wasser lassen raus…Es war die Hölle …Ich weinte immer mehr in mein Kissen und fühlte mich schrecklich und hasste mich dafür…Nach ca.5h kam dann der ganze Rest aus mir und es fühlte sich ähnlich an wie eine Geburt..Ich saß vor der Toilette und starrte einfach nur ins Becken und weinte….Die Schwester meinte das es ganz normal sei..So zu reagieren und es nach paar Wochen vergeht…leideR hatte sie damit kein Recht. ..Bis heute hängt mir das nach…leide seid dem an Schlafstörungen.. Die erste Zeit trank ich sehr viel um den Schmerz darin zu ertränken..machte alles mit mir allein aus…erzählte keinem was und überspielte meine Gefühle..Dazu kam noch..Die Gefühle für den anderen Mann…Wir wollten uns aber es durfte nicht sein…Ich kämpfte trotzdem um seine Nähe und wir trafen uns auch eine gewisse Zeit wieder und ich dachte es hilft mir über die schwere Zeit hinweg…Bis er dann von seiner Frau erpresst wurde jeglichen Kontakt zu mir ..Zu meiden …Wenn er es nicht tut.. würde sie ihm das ganze Leben zerstören…Er ist verkehrspsychologe da muss er paar Dinge nicht so korrekt erledigt haben und damit hatte sie ihn in der Hand. .Er würde alles verlieren usw…naja paar treffen hatten wir dennoch, bis er von einem auf den anderen Tag jeglichen Kontakt abbrach und ich erhielt tage später eine Anzeige wegen stalking..Seine Art von mir los zu kommen ich weiß das es nicht seine Entscheidung war aber da tut auch nichts zur Sache. ..bloß das alles hat mich dazu auch noch sehr geprägt…Bin dann irgendwann durch die schlaflosen Nächte ,die ich viel mit Alkohol verbracht habe ..Vor einer Freundin zusammen gebrochen und packte alles aus…Ich fühlte mich erleichtert und dachte das ich jetzt besser mit allem umgehen kann und anfangen kann alles zu verarbeiten..Leider irrte ich mich gewaltig…Ich bin den ganzen tag für meine Kinder und mann da…lebe einfach nur ein schauspiel …Sobald es Nacht wird breche ich zusammen ….Mit dem Alkohol ist es zwar besser bzw ich trinke gar nichts mehr aber auch nur weil ich eine zeitlang kaum den Alltag mehr geschafft habe…und schaffte es Gott sei dank wieder daraus….bloß der Rest ist geblieben…Ich komme einfach nicht damit klar habe mir sogar psychologische Hilfe gesucht…Aber ich schaffe es einfach nicht daraus…Mein Psychologe meinte, dass ich unbedingt mit dem Mann reden muss mit dem ich das Kind gezeugt habe….Er ist der Meinung nur so kann ich anfangen alles zu verarbeiten..mich mit ihm und der sache auseinander setzen …Ich weiß eben nicht ob das wirklich was bringt…Klar leide ich darunter,das er nichts davon weiß bzw ich überlege tag täglich was wäre wenn er es eher gewusst hätte….Ich bin einfach so ratlos und will einfach nur mein leben zurück…Ich habe mein leben immer geliebt…War ein positiver mensch..und jetzt bin ich einfach nur noch ein Frack ….psychisch total am ende…lebe ein Doppelleben in meinen Augen…Am Tag bin ich die glückliche Sandra und spiele jedem vor wie schön alles ist und nachts breche ich einfach nur zusammen ….Auf Dauer einfach nicht mehr auszuhalten und ich habe einfach Angst ,das ich dem irgendwann einfach ein Ende setze…und davor habe ich Angst…Habe 2 wunderbare Kinder die mich brauchen ….Aber ich habe langsam keine Kraft mehr

    Kommentar vom 05. April 2016 – 01:27

  20. steffi – #

    Hallo, mir geht es ganz genauso und bin froh, nicht allein zu sein.
    nun gut dann gange ich mal an. Ich habe 2 Abtreibung hinter mir anfang juni2015 und ende november2016…ich dachte , ich könnte dies alles verarbeiten aber so ist es nicht mein jetziger freund wollte keine kinder mehr drum liess ich das erste abtreiben und habe mir nichts weiter dabei gedacht da ich selbst mutter von zwei kindern bin und ich es nicht geschaft hätte drei kinder groß zuziehen ….wir waren beide einer meinung und es hat auch gut geklappt op und alles was danach kamm ….ich nahm die pille asumate30 und wurde wieder schwanger es war ein schock für mich ich hatte irgendwie angst dies meinen partner mitzuteilen weil seine reaktionen auf diesem thema liessen sich zu wünschen übrig….ich tat es trotzdem ….ach ja im vorraus noch , als ich das erste kind von ihm abtreiben lassen hatte sagte ich noch zu ihm, wenn es später oder irgendwann noch einmal passieren sollte werde ich dies nicht mehr mitmachen (Abtreibung durchführen lassen!!!) ….so nun zurück wo ich stehen geblieben bin, ich teilte ihm mit ich sei wieder schwanger wir sassen auf dem balkon er stand auf ohne ein wort und ging rein ins wohnzimmer….ich hatte eine bescheidene frage die ich unbedingt loswerden worte um zu schauen was passiert und wie er reagiert….ich stellte ihm die frage: was passiet wenn ich das kind nicht abtreibe? er sagt dann verschwinde ich und treib das kind ab!!! mich machte es traurig und war zu boden zerstört…ich wusste nicht ob es wieder das richtige sei was ich tate obwohl ich die wahrheit wusste, machte ich es wieder…er begleitete mich beide mal zur abtreibung und war auch da für mich aber dies reichte nicht… ich bin raus aus dem op beim zweiten kind und alles war anderes…bin mit tränen nach hause gekommen und habe alle abgestossen von mir besonders mein freund….ich stand vor der op und die zeit ticke behalte ich , behalte ich es nicht?! so ging es die ganze zeit….tief im innerlichen war der wunsch es zu behalten …mein partner versteht es bis heute nicht warum ich so…trauer, wut ,hass es ist einfach alles was ich verspüre und bereue es sehr das ich es aus liebe tat zu meinem partner der mir jetz nicht mehr so denn halt gibt….wenn ich heute mit ihm versuche darüber zu reden und breche in tränen aus lässt ihm das thema eiskalt….er sagt, er ist manchmal genervt davon und kann eh nicht mitreden weil er dieses kind nicht im bauch hatte…er lässt mich manchmal auch allein und geht einfach los zu seine freunde…..ich weiss einfach was ich machen soll …es tut einfach nur weh…und ich sage jetz zu allen frauen macht nie mals den fehler und treibt ein kind ab für einen partner der es nicht möchte oder euch unter druck setzt ….wahre liebe besteht in der beziehung , aus zusammen halt egal was für veranderungen tretten im leben….ein kind ist mehr wert als eine beziehung die danach zu scheitern droht !!!! weil der partner genau das jetz erreicht hat was er wollte ….wer wirklich richtig liebt, bleibt bei seinem partner egal ob mit kind oder ohne….

    Kommentar vom 10. Mai 2016 – 07:02

  21. Selin87 – #

    Ich war jemand, der immer gegen Abtreibungen war und auch der Meinung, dass wenn man ohne Grund (Vergewaltigung/ Gesundheit) so einem Eingriff vornimmt aus Strafe keine Kinder mehr bekommen sollte.
    Mit Lebenserfahrung ändert sich dann auch die Einstellungen zu bestimmten Dinge. Man sollte nie über jemand urteilen, in dessen Situation man selbst noch nicht war.

    Vor kurzem setzte ich die Pille ab, da Ich sie eher als Gift für den Körper ansah. Ich hatte einmal Sex und war dann schwanger. Warum ich so leichtsinnig war? Ich weiß es nicht, dachte wohl nicht, dass ich so schnell nach dem absetzen Schwanger werden würde.

    Im April wurde die SS festgestellt. Es waren gemischte Gefühle. Freude und Wut zugleich.
    Ab der Feststellung der SS darf ich nicht mehr arbeiten gehen.
    Behalten? Nicht behalten? Ich wusste nicht was tun. Der kleine Wurm hatte doch eine Chance verdient.

    Als ich es dem Vater erzählt hab, war er schockiert und sagte auch gleich, dass er für das Kind nicht sorgen will. Damit hatte ich aber gerechnet, auch wenn die Hoffnung immer da war, dass er seine Meinung noch ändern würde.
    Er meinte, er würde das nicht packen wenn ich es bekommen würde, seine Eltern würden ihn bestrafen, er will kein Kind das er unter Drogen gezeugt hat.
    (Er wurde als Kind Missbrauch, mit 11 kam er zu seinen jetzigen Adoptiveltern. Er hatte viele Beziehungen, nimmt nun seit längerem mehrere Drogen. Trinkt öfter mal. Raucht. Also alles in allem hat er sein Leben nicht im Griff.)
    Mit ihm hatte ich keine Beziehung. Es war seit über mehrere Jahren so ein hin und her. Dies machte mich inzwischen Psychisch auch kaputt. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Im März hatte ich den Termin zum Abbruch. Aber ich konnte nicht. Ich wollte mein Kind behalten. Der Vater und sein Freund redeten auf mich ein. Es war mir egal.

    Da ich ja nicht mehr arbeiten war, mir dauernd schlecht war, saß ich fast nur zuhause und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Es wäre besser für das Kind wenn ich es nicht bekomme. Ich hätte finanzielle Probleme, würde das Leben des Vater noch schlimmer machen, für einen Fehler den ich begangen hab, ich müsste ausziehen und alleine mit dem neugeborenen Leben (was mir total Angst machte), doch das aller aller schlimmste war für mich der Gedanke es könnte Krank sein. Laut manchen Studien, haben bestimmte Drogen Einfluss auf das Sperma und können Behinderungen zur Folge haben (ich will das doch meinem Kind nicht antun, ich arbeite in der Pflege und hab schon viel Leid gehen). Wenn es krank auf die Welt kommt, obwohl es keinen Grund gab dann wäre es so. Aber wenn dieses Kind krank gewesen wäre, es dann in seinem Leben gelitten hätte. Dieses Vorstellung hat mir so unglaublich im Herzen weh.

    Also versuche ich erneut einen Termin auszumachen. Musste aber lange warten, da alle im Urlaub waren und der OP Tag Freitags war. Der Tag der mein Leben zerstört hat.

    Es gab so viele Anzeichen, dass ich es nicht tun hätte dürfen. Warum hab ich des den dann getan? Ich versteh es nicht.

    Den Embryo hab ich mit nach Hause, ich wollte nicht das es auf den Müll geworfen wird wie ein Stück Abfall. Heute werde ich es beerdigen und dafür beten.

    Es ist ein schrecklicher Schmerz der kaum auszuhalten ist. Das ich danach in ein Loch falle wusste ich, aber das Loch hat keinen Boden mehr. Ein endloses Fallen.
    Ich muss nur eine Schwangere sehen, ein Kind oder das Wort Mutter und ich falle noch schneller.

    Ich würde alles tun um es rückgängig zu machen. Ich will nur noch zu meinem Kind. Ich will es wieder bei mir haben und das würde nur gehen, wenn ich zu ihm geh.

    Kommentar vom 05. Juni 2016 – 15:12

  22. Josi21 – #

    Hallo .. Meine Abtreibung ist jetzt gerade mal ein Tag her und ich habe das Gefühl einfach die komplette Entscheidung getroffen zu haben.
    Am 28.10.2016 habe ich erfahren dass ich in der 11 Woche schwanger war, ich dachte erst, das darf nicht wahr sein aber ich habe mich ( auch wenn es nur kurze Zeit war ) schnell emotional an das Kind gebunden. Leider stand für mein Freund fest das er es nicht haben will und als er mir dann noch ins Gesicht sagte dass er unser Kind hasst .. Meine und auch seine Mutter waren ebenso eher für eine Abtreibung. Ich habe mich sehr unter Druck gesetzt gefühlt und wusste nicht was ich machen sollte .. Im Endeffekt hatte ich einfach Angst meinen Freund zu verlieren falls ich mich für das Kind entscheiden sollte und habe mir schließlich eingeredet es wäre besser so. Leider bemerke ich erst jetzt das es falsch war. Falsch auf andere zu hören und nicht das gemacht zu haben was ich möchte .. Nun bin ich immer am weinen .. sobald ich die Augen zu mache höre ich ein Kind das immer wieder zu mir spricht und mich fragt warum ich es getötet habe, warum ich ihm weh getan habe, warum ich es so sehr hasse das ich sowas getan habe .. Ich mache mir nur Vorwürfe, kann meinen Freund nicht mehr anschauen, geschweige denn anfassen .. Ich weiß nicht was ich tun soll damit diese Stimme aufhört, damit ich wieder glücklich sein kann ..

    Kommentar vom 08. November 2016 – 20:40

  23. Marie – #

    Marie
    Ich habe auch abgetrieben aus Verzweiflung. Ich bin 40 Jahre alt u habe eine Tochter von 13 Jahren. Alles begann sehr schnell bei meinem Partner u mir. Wir lernten uns 2015 kennen u haben nach nur sechs Wochen Beziehung kündigte ich meine Wohnung u bin dann zwei Monate später zu ihm gezogen. Wir führen vorher eine Fernbeziehung uns trennten ganze 200km voneinander. Alles schien perfekt zu sein. Kaum war meine alte Wohnung vermietet kamen bei mir Zweifel auf, denn ich fühlte mich in der Fremde einfach nicht wohl. Dann wurde ich schwanger u wir beide dachten jetzt wird es besser bei uns. Wir stritten uns täglich u irgendwann bin ich Hals über Kopf ausgezogen. Ich war total überfordert mit der Situation schwanger u dann diese fremde Stadt wo ich mich nicht wohl fühlte.
    Ich zog aus u dachte das wäre jetzt das beste gewesen, aber das war es nicht. Wir zogen wieder ein. Ich holte mir ein Beratungsgespräch u bekam den Schein. Rief bei dem Arzt an bekam einen Termin fürs Vorgespräch u ich war schon zu weit um es mit Medikamenten abzutreiben. Zuhause herrschte nur noch Stress pur. Mein Partner freute sich aufs Kind ich Mac anfangs auch u mit der Zeit merkte ich das ich es überhaupt nicht möchte. Ich war einfach nur überfordert mit allem zu der Zeit. Hatte einen neuen Termin u ließ es machen. Mein Partner weiß ich heute nicht das ich es weg machen lassen habe. Nach der Abtreibung hing der haussegen bei uns nur noch schief täglich war Stress u Ärger bei uns. Ich kämpfte mit meinen Depressionen u lag nur noch im Bett rum den ganzen Tag über. Es ging mir in der Zeit sehr sehr schlecht. Ich hasste meinen Partner zu der Zeit sehr. Wir zogen wieder aus ins Frauenhaus weil ich den psychischen Stress nicht mehr ausgehalten habe. Von da aus zog ich in eine schöne Wohnung ging arbeiten u nach der Arbeit lag ich nur im Bett rum. Ich kämpfte immer noch mit meinen Depressionen. Zeitweise hatte ich gar keinen Kontakt gehabt zu meinen Partner.
    Wir konnten vorher nicht normal miteinander reden keine tiefen Gespräche führen. Jetzt nach dem wir den Abstand hatten können wir nun endlich tiefe Gespräche führen. Ich habe ein schlechtes Gewissen u fühle mich so schuldig weil ich abgetrieben habe. Ich hätte gerne ein Kind gehabt u leide richtig darunter das ich mein Kind abgetrieben habe. Ich fühle mich so schuldig u stecke in der Zwickmühle soll ich nun meinem Partner sagen das ich unser Kind umgebracht habe oder verheimliche ich es weiterhin. Mir geht es damit überhaupt nicht gut zumal ich sehr oft an das Kind denke es wäre jetzt unser erstes Weihnachten zusammen gewesen.
    Ich bereue so sehr meinen Fehler u kann ihn nicht mehr gut machen. Ich glaube auch das dadurch meine Depressionen sich verstärkt haben.
    Mir geht es überhaupt nicht gut damit. Ich hätte nie gedacht nach dem Eingriff das ich einmal darunter leiden würde. Ich habe komplett den Tag des Eingriffes verdrängt. Meinen Partner habe ich damals gesagt das ich es verloren habe u er war total am Boden zerstört u hat mich aufgebaut.
    Täglich erinnere ich mich daran das ich eigentlich zwei Kinder jetzt hätte u es tut so verdammt weh.
    Was soll ich nur machen um mit meinen Schuldgefühlen klar zu kommen??? Wahrscheinlich ist es jetzt die Strafe dafür, weil ich mich gegen das Kind entschieden habe.

    Ich würde es nicht noch einmal machen.

    Kommentar vom 06. Dezember 2016 – 18:21

  24. Johanna – #

    Hallo
    Ich bin 22. Habe mit 15 abgetrieben. Ich habe mein Kind abgetrieben da ich einfach nicht wusste wie ich es schaffen soll , es hat sehr sehr weh getan weil ich es sehr lieb hatte/habe und mein damaliger Freund nur meinte das er es nicht haben will. Meine Eltern waren zwar da für mich aber sie sagten ich muss das alleine entscheiden.
    2 Jahre nach der Abtreibung konnte ich mit niemanden darüber reden, ich war nur mehr eine leere Hülle… deshalb habe ich mir eine Therapie gesucht da ich nicht wusste wie ich mein Leben sonst noch meistern kann. Es war ein langer schwerer und steiniger Weg bis heute aber es hat mir geholfen die Abtreibung zu verarbeiten. Ab und zu geht es mir noch schlecht deswegen, aber ich muss lernen das zu akzeptieren und mir keine Vorwürfe mehr zu machen.

    ich wünsche allen Frauen die so etwas hinter sich haben, dass ihr euch verzeiht und akzeptieren könnt das es in eurer Situation die einzige beste Entscheidung für euch war!

    Kommentar vom 06. August 2017 – 21:18

  25. Pascale Chartrain – #

    Liebe Johanna, so eine Therapie muß nicht so lange dauern. Wenn Du eine EMDR Therapie machst, geht es viel schneller und tiefer. Wenn Du sagst „ich muß lernen das zu akzeptieren“ dann hört sich das so an für mich, als wäre noch Gefühle und Emotionen in Verbindung mit dem Abbruch noch nicht zu Ende verarbeitet. Aber schön dass Du Dir Hilfe geholt hast, und dass es Dir schon viel besser geht.
    Ich wünsche allen Frauen, die einen Abbruch erlebt haben, dass sie sich Hilfe holen sowie Du es gemacht hast, statt allein damit zu bleiben. Gesprächstherapie allein reicht oft nicht aus, obwohl es ein guter Start ist. EMDR ist ergänzend meist notwendig, dass der Abbruch für viele Frauen ein richtiges TRAUMA ist. Mit EMDR brauche ich um die 10 Stunden durchschnittlich.
    Alles Liebe Und Gute für Dich
    Pascale

    Kommentar vom 09. August 2017 – 22:27

  26. Monique – #

    Hallo. Ich bin verheiratet und habe bereits drei Kinder (12,7,3) und wir leben in einem durch Kredit finanzierten Haus. Vor drei Monaten bin ich arbeitslos geworden und bekomme bis Dezember noch ALG 1. Alles war soweit ok, bis zu dem Zeitpunkt, als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Es kam ungeplant und war ein extremer Schock. Beim Frauenarzt ließ ich es mir Bestätigen und als ich es im Ultraschall sah (auch wenn nur als kleiner Fleck) war es um mich geschehen und ich hatte sofort Muttergefühle. Doch was mich dann zu Hause und in meinem Umfeld erwartete übertraf meine schlimmsten Befürchtungen. Mein Mann setzte mich sofort unter Druck. Wir können es uns nicht leisten. Alles noch verständlich, denn diese Ängste hatte auch ich. Aber alles was dann noch kam war wie in einem schlechten Film. Seine Familie, insbesondere seine Schwester, Freunde und Bekannte bombadierten mich mit Anrufen und Nachrichten, wenn ich vor hätte das Kind zu behalten. Ich zitiere mal einige davon: purer Egoismus, willst du alles aufs Spiel setzen, lass das weg machen, such dir nen Job und sei glücklich mit dem was du hast, DU machst alles kaputt, reiß dich doch mal zusammen, Depressionen bekommen nur Menschen die sich in so eine Scheiße rein steigern, es ist doch noch nicht mal Kind, hör auf nur an dich zu denken, du hast schon genug Kinder, Assimutter, Haus zu klein, Auto zu klein, halt dich doch einfach von der Schwangerschaft fern, nimm ne Pille und blute das Ding weg, meine Tür bleibt für dich und dieses Kind dann zu……….u.s.w. Mir wurde vorgeworfen ich hätte mir das Kind absichtlich machen lassen und würde meinen Mann jetzt emotional erpressen. Bitte was? Für mich ist das was diese Menschen tun eine emotionale Erpressung. Ich bin nervlich am Ende. Dann habe ich erfahren, dass er mit dem Gedanken spielt mich vor die Tür zu setzen und mir meine Kinder wegzunehmen, bis auf das mit dem ich schwanger bin, mit dem kann ich ja dann glücklich werden. Ich weiß nicht mehr weiter. Lasse ich es abtreiben werde ich mir das nie verzeihen, behalte ich es stehe ich alleine da und zerstöre die Familie.

    Kommentar vom 26. August 2017 – 15:11

  27. Pascale Chartrain – #

    Hallo, ich habe Ihnen eine Email als Antwort geschickt. Haben Sie es bekommen? Ich wünsche Ihnen alles Gute und Liebe

    Kommentar vom 01. September 2017 – 22:51

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