Valeo Bewaeltigung von Emotionen und Herausforderungen

 
 
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Archive für die ‘Fehlgeburt bewältigen’ Kategory

Abschied vom Sternenkind mit EMDR/Wingwave und inneren Bildern

31. August 2010

Vor ein Paar Tagen durfte ich wieder eine Frau darin unterstützen, eine Fehlgeburt zu verarbeiten und somit von ihrem Sternenkind G. Abschied zu nehmen. Da es schon vor mehr als zehn Jahren passierte, hatte sie damals leider nicht die Möglichkeit, das Kind zu sehen, bevor es weggebracht wurde. Heute ist es Gott sei Dank anders: wenn es geht, bekommen die Eltern die Möglichkeit, das Baby zu sehen und können sich damit die Trauerarbeit sehr erleichtern. Das Baby bekommt einen Namen, einen Platz und ein Bild. Man kann erst etwas loslassen, was man es gesehen und angefasst hat. Eigentlich selbstverständlich.

Wir setzten bei der Traurigkeit an, die sie sofort spürte, als sie an diese spezielle Situation dachte. Mit EMDR bzw. Wingwave wird die Traurigkeit schnell bearbeitet. Es dauerte nicht lange und die Situation war nach ein Paar Wingwave-Sets nicht mehr emotional geladen. Doch ich spürte, dass noch irgendetwas übrig war, obwohl sie sagte, sie hätte keine Trauer mehr und es würde ihr gut gehen. Wir arbeiteten weiter mit inneren Bildern, um “Kontakt” mit der kleinen G. aufzunehmen. Nach einer Weile wurde ihr bewußt, dass die kleine G. gefühlsmäßig immer noch in ihrem Bauch war. Sie hatte sie noch nicht losgelassen, es gab noch Schuldgefühle, mit der sie sie festhielt. Im Dialog mit der kleinen G. in den inneren Bildern und mit taktilen Wingwave arbeiteten wir damit weiter. Es löste sich wieder vieles und das innere Gespräch zwischen den beiden brachte Frieden und Entspannung im Körper. Plötzlich sagte sie: “Jetzt sehe ich ein Kind in dem Alter, in dem sie wäre, wenn sie gelebt hätte und sie sagt mir, dass es ihr gut geht. Wir haben Abschied nehmen können”.
Danach gestand sie mir, dass sie jetzt gespürt hatte, warum sie nach der ersten Fehlgeburt zwei weitere hatte, bei denen sich die Embryos gleich von Anfang an schlecht entwickelten. “Es war keinen Platz für sie da. Die kleine G. war immer noch in meinem Bauch. Das konnte ich ganz klar spüren”.

Nach 1 Stunde waren wir fertig. Sie strahlte wieder. Wenn sie sich in Gedanken mit der ursprunglichen Situation verband, hat sich für sie alles “ok” angefühlt. Es ist halt so wie es war und nicht zu ändern.