Valeo Bewaeltigung von Emotionen und Herausforderungen

 
 
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Archive für die ‘vergebung’ Kategory

Einen Schwangerschaftsabbruch verarbeiten

28. Juni 2010

Schwangerschaftsabbruch ist auch in Deutschland ein Tabu-Thema weiterhin. Kaum eine Frau wagt darüber offen zu sprechen, obwohl viele davon betroffen sind. Manche können sehr gut damit umgehen, weil z.B. beide Partner es ganz klar wollten. Manchen Frauen geht es danach sehr schlecht, weil sie z.B. nicht abtreiben wollten aber der Partner darauf bestanden hat und sie zu keinen anderen Ausweg gefunden haben. Dann kann es passieren, daß diese Frauen “zu” machen, weil sie sonst den großen Schmerz nicht aushalten würden. Doch das “zu” machen, macht den Schmerz tief im Herzen und im Unterleib nicht weg, im Gegenteil, das hält ihn fest und groß.

Unterdrückte oder verdrängte Gefühle können irgendwann mal krank machen und zu psychosomatischen Beschwerden führen oder zu Depressionen oder zu Angstzuständen. Deswegen ist das so wichtig so ein Schmerz nicht beiseite zu schieben, sondern ihn bald sich anzuschauen und zu bearbeiten, damit er gehen darf.

Ich hatte neulich so einen Fall in meiner Praxis. Eine Frau, die gerade vor ein Paar Wochen einen Abbruch hatte. Ihr Mann wollte das Kind nicht, sie schon. Aber sie fand keine Lösung und ließ es “weg machen”. Sie war unendlich traurig und fühlte sich sehr schuldig und sie spürte, daß sie die Gefühle wegdrücken wollte, weil sie sie sonst nicht ausgehalten hätte. Doch sie wollte es nicht soweit kommen lassen und wendete sich an mich.

Ich arbeitete mir ihr wie folgt:
- mit der Traumatherapie Wingwave haben wir erstmal die Situationen bearbeitet, die emotional sehr geladen waren und die direkt mit dem Abbruch zu tun hatten. Wir folgten dabei entweder den Assoziationen ihres Gehirns oder der chronologischen Abfolge der Erlebnisse vom Abbruch. Jedes mal kam ein neues Gefühl, welches wir dann bewinkt haben (Wingwave) und transformierten.

- als alle diese Situationen emotional nicht mehr beladen waren sondern neutral erschienen, habe ich sie darum gebeten, sich ein Bild von diesem kleinen Baby innerlich vorzustellen, ihm einen Namen zu geben und es anzuschauen. Ich bat sie darum, einen “Kontakt” mit ihm aufzunehmen und einen inneren Dialog mit der kleinen Seele zu führen und zu sehen, wie diese auf ihre Wörter reagierte. So konnte sie ihre Schuldgefühle laut gestehen und die Vergebung von der kleinen Seele spüren. Meistens bekommt sie von der kleinen Seele sehr weise Erkenntnisse. Das ist immer sehr berührend, diese zu hören.

- nachdem die beiden sich – in der Vorstellung – gegenseitig alles gesagt haben, was gesagt werden mußte, alles gefühlt haben, was gefühlt werden mußte und alles getan haben, was getan werden mußte, leite ich einen Abschied ein. Wenn der Abschied noch nicht geht, dann heißt es, daß noch Gefühle da sind, die gefühlt werden müssen. Auch diese transformieren wir mit Wingwave, bis der Abschied möglich ist und die Verbindung zu dieser kleinen Seele einen Platz bei der Mutter gefunden hat.

- Dann bitte ich die Klientin ihre Aufmerksamkeit auf ihrem Unterleib zu richten und ihn anzuschauen, als könnte sie schauen und fühlen, wie es dem Unterleib geht..Ich finde diesen Schritt ganz wichtig, damit der Platz für das nächste Kind frei ist, was auf die Welt irgendwann kommen wird. Oft spürt dann die Klientin, daß es sich wieder “gut anfühlt und anfängt zu heilen”…

- Um zu prüfen, ob alles bearbeitet ist, bitte ich sie, sich an einer situation zu erinnern, wo sie nach dem Abbruch ein Baby gesehen hat (meistens wird es nach dem Abbruch zu einem unerträglichen Anblick, Babygeschrei können sie auch kaum ertragen, sowei der Anblick von hochschwangeren Frauen). Wenn sie diesmal das baby problemlos anschauen kann, zeigt es, daß die Verarbeitung gut gewirkt hat. Wenn sie dann ein Baby Geschrei aushalten kann und eine hochschwangere Frau anschauen kann, ist das auch gut. Dabei kann ich mit dem O-Ring Test prüfen, ob sie wirklich dabei keinen Streß empfindet.

Die Kundin sagte mir am Ende: “jetzt ist alles gut: ich kann sogar das baby von der Frau in den Armen nehmen und mich für sie freuen”. Der O-ringTest bestätigte, daß sie dabei keinen Streß empfand. Wir waren beide zufrieden.

Oft geht es solchen Klientinen 1 bis 2 Wochen danach ziemlich viel durch den Kopf. “es” arbeitet weiter. Das Gehirn ordnet sich neu. Manchmal kommt einen Rest Trauer oder anderen Gefühle nach aber sie dürfen abfliessen … und bald empfindet die Klientin für sich mehr Klahrheit.

Trauerbewältigung/Trauertherapie mit EMDR/Wingwave bzw. mit IADC

29. Juni 2010

Wenn wir mehrere Verluste von uns nah stehenden Menschen emotional nicht verarbeiten, d.h. uns nicht genügend erlauben die Trauer fliessen zu lassen, kann es mit der Zeit zu depressiven Gefühlen kommen und zu großer Erschöpfung führen. Auch solche Klienten kommen in meiner Praxis: sie sind erschöpft und grenzen am Zusammenbruch. Sie fühlen sich emotional sehr nah am Wasser gebaut, obwohl nichts zusätzliches passiert ist außer vielleicht daß sie mehr Streß haben als sonst.

Traurigkeit zu unterdrücken kostet die Psyche unheimlich viel Kraft. Es ist als würden wir ständig einen riesen Ball voller Luft unter Wasser halten müssen. Sind wir zu sehr erschöpft, können wir die alte Traurigkeit nicht mehr unterdrücken und so drängt  sie – wie der Ball voller Luft – an die Oberfläche und läßt uns Tränen spüren.

Bei so einem Fall von Erschöpfung und Depression frage ich den Klienten, ob er sich  an Ereignisse in seinem Leben erinnert, die ihn heute noch traurig machen. Sehr oft kommen wir auf Verluste, die nicht richtig betrauert wurden: ob Großeltern, Eltern oder Kinder oder Fehlgeburten bzw. Abtreibungen. Es können aber auch Ereignisse sein, die einem unglaublich traurig gemacht haben, wie Vertrauensmißbrauch, Enttäuschungen, Trennung, geplatzte Träume oder Krankheit bzw. Behinderung …

Mit EMDR oder Wingwave kann ich mit meinem Klienten direkt an solche Situationen arbeiten ohne das gesamte Leben der Person analysieren zu müssen. Gerade bei Verlusten durch den Tod, erlebe ich immer wieder, wie Klienten in 1,5-2 Stunde mit EMDR große seelische Erleichterung erfahren können. Hierfür nutze ich das Prinzip der “IADC: Induced After Death Communication” von Dr. allan Botkin aus den USA. IADC ist eine Weiterentwicklung von EMDR. Diese neue Methode hilft Betroffenen, den Verlust von Angehörigen/Freunden (besonders die, die den Verlust auf dramatischer Weise erlebt haben) zu verarbeiten, “indem sie in berührender Weise oft sehr lebhafte innerliche Wiederbegegnungen mit den verstorbenen Menschen erlaubt, in befreiender Weise zu innerem Frieden verhilft und Kraft gibt, den Schmerz zu verarbeiten”(aus dem Buch “zwischen Trauer und Versöhnung” von allan Botkin). Alles unausgeprochenes und unversöhntes wird gesagt und vergeben – von beiden Seiten.

Die innerliche Wiederbegegnung fühlt sich sehr echt an. Viele Sinne sind daran beteiligt: Gehör, Sehen und manchmal sogar Körpergefühl (sie können eine Hand spüren zum Beispiel).

Aber zuerst wird auf die Trauer und nur auf die Trauer fokussiert und mit EMDR – durch bilaterale Gehirnhemisphärenstimulation also durch das “Winken” vor den Augen – verarbeitet. Meistens wird sie zuerst größer aber dann baut sie sich relativ schnell ab und oft, ist es auch mit Erkenntnissen zwischen Verstorbenen und Betroffenen verbunden, die schon sehr befreiend wirken können: zum Beispiel “jetzt kann ich spüren, daß sie mich geliebt hat und daß sie sehr darunter gelitten hat, es mir nicht mehr sagen zu können”. Wenn die Trauer ausgeweint ist, wird weiter gemacht statt aufzuhören und dann kann es sein, daß die Person so eine innere Begegnung erfährt und sich dadurch zutiefst erleichtert fühlt. Es entsteht dadurch eine qualitativ ganz andere Verbindung zu dem Verstorbenen. Die Verbindung wirkt nun nicht mehr belastend sondern aufbauend, tröstend und Kraft spendend.

Klienten, die seit Jahren Personen verloren hatten, und ihre Tränen entweder ungesehen vergossen haben oder gar nicht zugelassen hatten, können bereits einen Tag nach der EMDR Behandlung schon darüber staunen, daß sie sich viel leichter fühlen und daß die Depression schon an Schwere verloren hat.

In unsere Gesellschaft ist öffentlich trauern kaum akezptiert. Wir erlauben auch uns selber nicht oder schwer, anderen unsere Tränen zu zeigen. Doch gerade das ist wichtig: Tränen zeigen, den Schmerz so zum Ausdruck zu bringen, daß er gehört, verstanden und mitgefühl wird und die Trauer, die Wut oder die Verzweifelung nicht nur dem inneren Wohnungswänden zu zeigen sondern unsere Umgebung mit Freunden und Bekannten. Wir können erst die Trauer loslassen, wenn wir sie wirklich angefaßt haben und sie uns wirklich angenommen haben – wie ein Ball: ich kann ihn nur loslassen, wenn ich ihn vorher gefangen habe. Der Widerstand gegen die Trauer ist das beste Mittel, um depressiv oder erschöpft zu werden oder auch um Angstzustände zu bekommen.

Unsgesehene Tränen sind verlorene Tränen! Auf dem Weg der Trauerumwandlung brauchen wir eine stützende Solidargemeinschaft, damit unsere Tränen gesehen, die Worte des Schmerzes gehört, und die Lebenszusammenhänge verstanden werden. Ungesehene Tränen sind verlorene Tränen! Trauerforscher Dr. Jorgos Canacakis

Abtreibung oder Fehlgeburt verarbeiten/bewältigen

22. März 2010

Auch Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt hinter sich haben, suchen manchmal Hilfe in meiner Praxis. Manche Frauen müssen sogar nach 20 Jahren immer noch eine Schwandergerschaftsabbruch/Fehlgeburt oder Totgeburt oder Kindstod verarbeiten. Bei solchen Dingen heilt die Zeit nicht immer die inneren Wunden. Selbst bei meiner Mutter habe ich es erleben dürfen. Nach 30 Jahren hatte sie den Tod ihres lieben Kindes, welches nur 18 Monate alt wurde, immer noch nicht verkraftet. Die Zeit heilt nicht solche große Schmerzen. Sie sind einfach zu heftig und zu tief. Oft brauchen Mütter (oder auch Väter) eine kompetente Begleitung, um die Schmerzen zu verarbeiten.

Die Schuldgefühleund die Trauer können jahrelang dauern und manche Pläne im Leben damit beträchtlich bremsen. Ich denke da gerade an Frauen, die sich selbständig machen wollen. Wenn diese Frauen Themen bzgl. Existenzberechtigung oder Schuld haben, kann es Schritte in die Selbständigkeit sabotieren.

Darf eine Frau, die sich schuldig fühlt, glücklich oder erfolgreich sein? Meistens verbietet sie sich das selbst, wenn auch unbewußt. Schuldgefühle und Glück schliessen sich oft aus, denn tief in ihnen meinen sie dann, das Glück, durch diese Schuld nicht zu verdienen.

Bei solchen Fällen arbeite ich mit dem “Dialog mit inneren Bildern” in Kombination mit EMDR bzw. Wingwave. Ich erstelle zwischen der Frau und dem verstorbenen Baby oder dem Embryo einen Kontakt in der Innenwelt und lasse sie miteinander kommunizieren (eine Art Nach-Tod Kommunikation). Das innere Bild von dem verstorbenen Baby/Embryo transportiert die Gefühle der Mutter. So kommt die Mutter besser an ihre Gefühle heran und mit EMDR bzw. Wingwave werden sie viel schneller bearbeitet. Dabei reagiert das Bild von dem verstorbenen Baby/Embryo meistens mit Mitgefühl, Verständnis und Vergebung der Mutter. Ich erlebe sehr oft, wie heilsam diese inneren Bildern für die betroffenen Frauen sind. Sie können endlich Selbstvergebung zulassen.

Eine Sitzung von 1,5 bis 2 Stunden befreit von Schuld und hinterläßt bei den betroffenen Frauen ein Gefühl von Frieden und Versöhnung. Sie fühlen sich befreit von der Last, die sie vielleicht jahrelang getragen haben. Danach ist diese Energie frei und steht ihnen wieder zur Verfügung für Projekte wie Existenzaufbau. Oder die qualität der Verbindung zwischen der gleichen Mutter und dem Baby, was danach kommt, ist auf jeden Fall viel klarer: das nächste Baby ist weder Ersatzkind noch eine Wiedergutmachung von der Abtreibung davor. Das beeinflußt das Lebensgrundgefühl vom Baby stark positiv, denn es wird nicht mehr für den Ausgleich der Gefühle der Mutter benutzt (bewußt und unbewußt) sondern es darf ganz frei, sein eigenes Leben leben.

Wenn Sie Fragen dazu haben. Rufen Sie mich bitte an oder nutze Sie die Kommentarfunktion!

Sich mit den Eltern versöhnen und ihnen vergeben

15. Dezember 2009

Weihnachten steht vor der Tür. Familienfeier auch. Für manche bleibt die Freude aus, weil zwischen Eltern und Kindern noch Wut, Enttäuschungen oder Zorn steht. Weihnachten, ein Fest derLiebe?? wie soll das gehen, wenn wir in unserem Herzen keine Liebe spüren. Zorn auf seine eigenen Eltern zu haben, hält meistens davon ab, sein eigenes Leben zu leben. Es hinterläßt einengende Muster wie “ich werde Ihnen zeigen, daß ich allein klar komme” oder “ich werde immer verlassen” oder “ich werde nicht geliebt für das was ich bin sondern für das was ich gebe” oder “ich darf keine Gefühle zeigen”….

“Wenn wir nicht Frieden schliessen, verharren wir ein Leben lang in der Situation des verletzten Kindes, das läßt uns erstarren und bringt uns nicht weiter. Liebe kann man lernen” Erika J.Chopich

Es ist wichtig aus solchen Mustern rauszukommen. Das verletzte Kind in uns mit seinem Schmerz wertzuschätzen statt seinen Schmerz nicht ansehen zu wollen. Ja unsere Eltern haben ihre bestes gegeben aber was ist mit uns? Wir gehen wir mit uns selber? Wir könnten für uns selbst die besten Eltern sein; liebevoll, mitfühlend, respektvoll und achtsam. Doch wir können wir es sein, wenn wir noch voller Rachegefühle und Zorn sind. Wenn wir uns genauer beobachten, werden wir bald merken, daß wir das Verhalten unsere Eltern übernommen haben, unbewußt: Einfach prüfen! wie gehst Du mit Dir um, wenn Du einen Fehler gemacht hast? Gibst Du Dir die Peitsche mit “ach wie blöd bin ich!” oder tröstest Du Dich? Wie gehst Du mit Dir um, wenn Du krank bist? Gehst Du trotzdem arbeiten oder sorgst Du gut für Dich? Wie gehst Du mit Dir um, wenn Du traurig oder wütend bist? Erlaubst Du es Dir oder sagst Du zu Dir “sei nicht traurig” oder “Du darfst nicht wütend sein”?

Sein Eltern vergeben heißt, Frieden vor allem mit sich selbst zu machen. Seine eigene liebevolle Mutter und sein eigener liebevoller Vater zu sein. Und zu trauern. Darüber trauern, was wir als Kind vermißt haben. und dann sich entscheiden,  es uns ab JETZT endlich selber zu geben. Ob Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit…

“Nicht zu vergeben heißt, den Gift selber zu schlucken und darauf warten, daß der andere daran stirbt” (Quelle unbekannt)

Im Dezember (siehe unter Veranstaltungen) – vom 4. bis 6. – veranstalte ich wieder ein intensives Workshop “ich vergebe meinen Eltern und gestalte frei mein Leben” mit der Rahmen der Tipping Methode . Es ist nur noch 1 Platz frei. Meine Gruppen sind nur max. 4 Personen groß, denn dieses Thema verlangt viel individuelle Betreuung. Wenn Du dabei sein möchstest, dann melde Dich bitte per email und telefonisch bei mir an. Ich freue mich auf Dich!

Danach wirst Du Mitgefühl für Deine Eltern entwickeln können. Es heißt nicht, daß Du ihr Verhalten für gut heissen wirst, wenn sie Dich zum Beispiel geschlagen oder gedemütigt haben. Nein darum geht es nicht. Es geht darum zu erkennen, daß Deine Eltern Dir nur das weiter geben konnten, was sie kannten und in sich hatten. Es hatte nichts mit Dir zu tun sondern nur mit Ihrer Bedürftigkeit. Wenn Du vergibst, wirst Du mit Deinem Herzen wirklich für Deine Kinder da sein können. Du hast das Glück das selber zu erkennen, nutze sie aus und gebe diese Liebe Dir selber, Deinen Eltern und Deinen Kindern weiter.