Lebensberatung in Berlin bei Krisensituationen wie Todesfall, Trennung, Angst, Kränkungen und Herausforderungen

 
 
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Innere Bilder können heilsam sein

In meiner Arbeit nutze ich sehr oft die Kraft der inneren Bildern. In meiner ersten Ausbildung, wo ich 2jahren lang an meiner eigenen Heilung gearbeitet habe, durfte ich verschiedene Arten der Arbeit mit inneren Bildern kennen lernen. Dabei habe ich spüren können, was wirksam bleibt und was nicht.

In meinem ersten Ausbildungsjahr hatte ich eher mit Innenweltreisen zu tun, die wenig bewirkten, obwohl sie an sich immer mit tollen Bildern zu Ende gingen. Im Zweiten Jahr habe ich mit einer Frau gelernt, wie Innenweltreisen richtig in die Tiefe wirken können und dadurch habe ich vieles in mir lösen können. Die schönen Bildern haben nachhaltig etwas in mir gewirkt.

Was war der Unterschied? Im ersten Jahr, wenn ich an Erinnerungen oder an inneren Bildern rankam, die nicht schön waren, wurde durch das TUN etwas an das Bild geändert. Die Innenweltreise endete immer gut. ABER die schönen Bilder verschwanden innerlich nach ein Paar Wochen und brachten keine tiefe Wirkungen nach sich. Und noch schlimmer: die Themen zeigten sich immer wieder als nicht gelöst und es wurde immer schwerer sie zu behandeln.

Im zweiten Jahr, wenn die schlimmen Bilder kamen, ging es nicht darum sie zu verändern, sondern sie anzunehmen. Ich meine damit folgendes: jedes Bild transportiert ein Gefühl mit sich. Nutze wir dieses Gefühl in dem wir es annehmen und in Interaktion mit dem gehen, was im Bild ist, wird die Innenweltreise dem wahren Leben sehr ähnlich. Das Gehirn erkennt es als eine wahrhafte Erfahrung und arbeitet damit und verändert sich. Warum das so ist, kann ich nicht erklären. Ein Gehirnforscher könnte es sicherlich gut. Also wenn wir das Gefühl annehmen, wird innerlich etwas verarbeitet. Das innere Bild verändert sich darauf hin von ganz allein und wir können in der gleichen Situation, völlig neue Impulse entwickeln, als wir damals in dieser Situation hatten. Das Gehirn macht eine neue Erfahrung und bildet dafür neue neuronle Verbindungen. Diese neuen Verbindungen sind heilsam und sie bleiben. Danach sind wir fähig anders zu handeln als vorher. Wir haben mehr Handlugsfähigkeit gewonnen.

Sehr oft kombiniere ich EMDR mit Innenweltreisen und sehr oft bearbeiten wir alte Situationen, die für uns sehr schmerzhaft waren. Was heißt bearbeiten eigentlich? Bearbeiten heißt, das Gefühl zuzulassen statt es zu unterdrücken. Erst das verschafft unserer Psyche eine wahre Entlastung. Innere Bilder nutze ich auch sehr oft bei Trauerbewältigung oder bei Schuldgefühlen oder bei traumatisierenden Ereignissen. In der Innenwelt können wir wie ein zweites Leben leben, Dinge sagen oder tun, was uns im wahren Leben nicht möglich war. Unser Gehirn macht keinen Unterschied, hauptsächlich die Gefühle und viele Sinnen sind daran beteiligt. So kann man zum Beispiel mit einer Person in der Innenwelt reden, die bereits gestorben ist oder sein inneres Kind beschützen und seine Gefühle wahrnehmen und würdigen…

Ohne innere Bildern könnte ich heute nicht arbeiten. Wer keine innere Bilder entwickeln kann, kann es mit einer Aufstellung oder mit einer Zeichnung machen. Auch die Aufstellung einer Situation kann innerlich versöhnen, wenn alle Gefühle „abgeholt“  und gewürdigt werden.

Zur litteratur empfehle ich das Buch von Gerald Hütter: „die Macht der inneren Bildern“

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