Lebensberatung in Berlin bei Krisensituationen wie Todesfall, Trennung, Angst, Kränkungen und Herausforderungen

 
 
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Sich mit den Eltern versöhnen und ihnen vergeben

Weihnachten steht vor der Tür, Zeit für die Familienfeier. Für manche bleibt die Freude aus, weil zwischen Eltern und Kindern noch Wut, Enttäuschung oder Zorn steht. Weihnachten, ein Fest derLiebe? Wie soll das gehen, wenn wir in unserem Herzen keine Liebe spüren. Zorn auf seine eigenen Eltern zu haben, hält meistens davon ab, sein eigenes Leben zu leben. Es hinterläßt einengende Muster wie „ich werde Ihnen zeigen, dass ich allein klar komme“ oder „ich werde immer verlassen sein“ oder „ich werde nicht geliebt für das was ich bin sondern für das was ich gebe“ oder „ich darf keine Gefühle zeigen“….

„Wenn wir nicht Frieden schliessen, verharren wir ein Leben lang in der Situation des verletzten Kindes, das lässt uns erstarren und bringt uns nicht weiter. Liebe kann man lernen“ Erika J.Chopich

Es ist wichtig aus solchen Mustern herauszukommen. Das verletzte Kind in uns, mit seinem Schmerz, wertzuschätzen anstatt seinen Schmerz nicht wahrnehmen zu wollen. Ja, unsere Eltern haben ihr Bestes gegeben, aber was ist mit uns? Wie gehen wir mit uns selbst um? Wir könnten für uns selbst die besten Eltern sein; liebevoll, mitfühlend, respektvoll und achtsam. Doch wie können wir es sein, wenn wir noch voller Rachegefühle und Zorn sind. Wenn wir uns genauer beobachten, werden wir bald merken, dass wir das Verhalten unsere Eltern übernommen haben, unbewusst. Prüfe es einfach einmal nach. Wie gehst Du mit Dir um, wenn Du einen Fehler gemacht hast? Gibst Du Dir die Peitsche mit „ach wie blöd bin ich!“ oder tröstest Du Dich? Wie gehst Du mit Dir um, wenn Du krank bist? Gehst Du trotzdem arbeiten oder sorgst Du gut für Dich? Wie gehst Du mit Dir um, wenn Du traurig oder wütend bist? Erlaubst Du es Dir oder sagst Du zu Dir „sei nicht traurig“ oder „Du darfst nicht wütend sein“?

Seinen Eltern vergeben heißt, Frieden vor allem mit sich selbst zu schließen. Seine eigene liebevolle Mutter und sein eigener liebevoller Vater zu sein, und zu trauern. Wir trauern darüber, was wir als Kind vermißt haben und entscheiden,  es uns ab JETZT endlich selbst zu geben. Ob Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit…

„Nicht zu vergeben heißt, das Gift selbst zu schlucken und darauf zu warten, dass der andere daran stirbt“ (Quelle unbekannt)

Im Dezember veranstaltete ich wieder ein intensives Workshop „ich vergebe meinen Eltern und gestalte frei mein Leben“ mit der Rahmen der Tipping Methode. Meine Gruppen sind nur max. 4 Personen groß, denn dieses Thema verlangt viel individuelle Betreuung.

Danach wirst Du Mitgefühl für Deine Eltern entwickeln können. Es heißt nicht, daß Du ihr Verhalten für gut heißen wirst, wenn sie Dich zum Beispiel geschlagen oder gedemütigt haben. Nein, darum geht es nicht. Es gilt zu erkennen, dass Deine Eltern Dir nur das weiter geben konnten, was sie kannten und in sich hatten. Es hatte nichts mit Dir zu tun sondern nur mit Ihrer Bedürftigkeit. Wenn Du vergibst, wirst Du mit Deinem Herzen wirklich für Deine Kinder da sein können. Du hast das Glück dies selbst zu erkennen, nutze es aus und gebe Dir diese Liebe selbst, an Deine Eltern und Deine Kindern weiter.

2 Kommentare »»

  1. Steff – #

    Hallo, in einem sehr langen umbruch habe ich schon vor über einem Jahr den inneren Frieden mit meinen Eltern geschlossen und ihnen vergeben. Verstehe ich ihren Artikel falsch oder wollen sie darauf drängen wieder Kontakt zu den Eltern aufzunehmen? Ich lehne Kontakt ab, weil ich aus Liebe zu ihnen sehe, dass ich (das schwarze Schaf) ihnen nicht gut tue und so sehe ich bedingungslose Liebe auch an…

    Kommentar vom 23. Oktober 2013 – 20:31

  2. valeo – #

    Hallo,
    ich würde nie meinen Klienten auf etwas drängen. Aber Ihre Entscheidung haben Sie anscheinend für Ihre Eltern getroffen und nicht für Sie selber. Die Frage, die hier wichtig wäre lautet: würde es IHNEN gut tun, Ihre Eltern wieder zu sehen? Sie können nicht in den Köpfen/Herzen Ihrer Eltern stecken und wissen, was ihnen gut tut oder nicht.
    Ihnen eine schöne Weihnachtszeit!!
    Pascale Chartrain

    Kommentar vom 08. Dezember 2013 – 23:49

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