Lebensberatung in Berlin bei Krisensituationen wie Todesfall, Trennung, Angst, Kränkungen und Herausforderungen

 
 
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Das Trauma Schwangerschaftsabbruch verarbeiten

Abtreibung ist in Deutschland weiterhin ein Tabu-Thema. Kaum eine Frau wagt darüber offen zu sprechen, obwohl viele davon betroffen sind. Manche können sehr gut damit umgehen, weil z.B. beide Partner es ganz klar wollten. Manchen Frauen geht es danach sehr schlecht, weil sie z.B. nicht abtreiben wollten, aber der Partner darauf bestanden hat und weil sie keinen anderen Ausweg gefunden haben. Dann kann es passieren, daß diese Frauen „zu“ machen, weil sie sonst den großen Schmerz nicht aushalten würden. Ein Schwangerschaftsabbruch kann ein Trauma für viele Frauen sein. Daraus kann sich das Post Abortion Syndrom genannt PAS entwickeln. Doch das „zu“ machen hilft nicht den Schmerz tief im Herzen und im Unterleib zu lösen, im Gegenteil, es hält ihn fest und macht ihn groß.


Unterdrückte oder verdrängte Gefühle können irgendwann krank machen und zu psychosomatischen Beschwerden, Depressionen oder Angstzuständen führen. Deshalb ist es so wichtig, solch einen Schmerz nicht beiseite zu schieben, sondern den Schangerschaftsabbruch emotional zu bewältigen.

Immer wieder wenden sich Frauen an mich, um eine Abtreibung zu bewältigen. Egal aus welchen Gründen diese Abtreibung stattgefunden hat; Ob es aus einem medizinischen Grund entstanden ist, oder weil das Baby gerade nicht gewünscht ist.

Ich arbeitete mir den Klientinnen wie folgt:

Ich setze den Schwerpunkt auf die Verarbeitung der Gefühle. Wenn nur darüber gesprochen wird und alles über den Verstand behandelt wird, hilft es zwar aber nach ein Paar Tagen kann das Leid genauso wieder da sein wie vorher. Selbst wenn damals die Gründe sich richtig anfühlten oder kein andere Ausweg da war, wird oft nach dem Abbruch die Situation anders wahrgenommen. Oft kommt dann das Gefühl: „ich hätte doch die Kraft gehabt, das Kind allein zu bekommen“ oder „ich hätte mich doch durchsetzen sollen“ usw…Im nachhinein sind die Betroffenen Frauen nicht mehr im Stress (Stress dadurch, dass sie schnell eine Entscheidung treffen mußten) und können (das Gehirn kann das ) dann ganz anders darüber empfinden. Es sind also nicht die Gründe, die sich ändern sondern das Gefühl dazu. Deswegen benutze ich lieber Methoden, die an den Gefühlen arbeiten statt mit dem Verstand.

Ich nutze dazu Methoden wie Wingwave oder Brainspotting. Beide Methoden werden bei der Verarbeitung von  einem Trauma eingesetzt oder bei Themen, wo festgestellt wird, dass trotz Gespräche die Gefühle dazu sich nicht ändern. Warum? Weil sie direkt im limbischen System wirken, d.h. dort wo im Gehirn die Gefühlen entstehen. Und wenn die Methoden wirken, dann spürt die Klientin die Wirkung während der Sitzung und die Wirkung entfaltet sich noch nach der Sitzung weiter.

Wie ich genau mit der Klientin arbeite, ist davon abhängig, welche Verbindung zum Kind aufgebaut wurde oder welche Vorstellungen über das Kind während der Schwangerschaft vorhanden waren. Es ist auch davon abhängig, wie die Entscheidung mit dem Partner getroffen wurde: manchmal ist noch viel Wut auf dem Partner oder auf anderen Menschen vorhanden. Auch wie der Abbruch stattgefunden hat, kann unterschiedliche Gefühle hinterlassen…Ich bespreche mit der Klientin in einem ersten Gespräch, welche Gefühle vorhanden sind und welche Situationen noch schmerzhaft sind und wir entscheiden zusammen, womit wir starten können, damit sie zuerst Vertrauen zu der Methode aufbauen, bevor wir an die größeren Schmerzen rangehen.

Ich habe einige Rituale auch inzwischen entwicklet, die ich vorschlage und nur durchführe wenn die Klientin spürt, dass sie sie bewegt. Die Rituale werden in Begleitung der Traumatherapie erlebt, so dass während des Rituals, das limbische System in einem Verarbeitungsprozess der Gefühle versetzt wird.

Einige Betroffenen Frauen haben Angst, dass es Ihnen nach der Traumatherapie schlechter geht als vorher. Gefühle zuzulassen heißt für Einige, die Kontrolle zu verlieren. Manche denken aslo: „wenn ich die Gefühle zulasse, dann komme ich nicht daraus“? Aber die Erfahrung zeigt das Gegenteil: wenn ein Gefühl und eine Emotionen abfliessen können, verlieren sie an Kraft.  Bei einem normalen Ereignis, das traurig macht, fühlt man sich bald besser, wenn man die Trauer zuläßt und weint…ein ganz anderes Beispiel: Sie spüren auch wenn Sie eine große Freude empfinden (nach einer lustigen Geschichte), dass eine Spannung in Ihnen sich aufbaut, wenn Sie sich das Lachen verkneifen. Das Lachen entlastet und baut diese Spannung ab. Bei unangenhmen Gefühlen ist das nicht anders: Sie spüren Entlastung, wenn Sie das Gefühl zulassen und akzeptieren und einen körperlichen Ausdruck dazu zulassen. Vielleicht haben Sie sogar gemerkt, dass die Trauer in Wellen kommt und dass die Häufigkeit und die größe der Wellen mit der Zeit sich verkleinern?

Doch bei manchen sehr schmerzhaften Ereignissen (Traumata) reicht das normale Verareitungsmechanismus der Psyche nicht aus oder es geht sehr sehr langsam. Dazu kommt, dass oft die Heftigkeit der Gefühle einem zu sehr verschreckt, sie allein zuzulassen. In solchen Fällen kann das sinnvoll sein, dieses in Begleitung einer Person zu tun in Kombination mit einer Traumatherapie. Mit jemanden, der vor diesen Gefühlen keine Angst hat und Vertrauen in dem Prozess hat. Jemanden bei dem Sie weinen und sich fallen lassen können, weil Sie sich angenommen und sicher fühlen.

Inzwischen können Traumatherapien mit vielen Ressourcen begleitet werden. Die Klientin hat die Möglichkeit innerhalb Ihrer Kräfte zu bleiben und dies zu steuern. Gerade die Methode Brainspotting kann bei heftigen Gefühlen mit vielen Ressourcen genutzt werden. Und dass jemand bei Ihnen ist und in dem Prozess viel Vertrauen bringt, ist das auch eine wichtige Ressource für Sie.

Am Ende der Behandlung, bitte ich Sie zum Beispiel, sich an eine Situation zu erinnern, die seit dem Abbruch schmerzhaft ist: meistens ist nach dem Abbruch der Anblick eines Babys, von hochschwangeren Frauen sowie Babygeschrei schwer erträglich. Wenn Sie diesmal das Baby oder eine hochschwangere Frau problemlos anschauen  und Babygeschrei aushalten können, zeigt es, dass die Verarbeitung abgeschlossen ist.

Oft geht es solchen Klientinen 1 bis 2 Wochen nach den Sitzungen ziemlich viel durch den Kopf. „Es“ arbeitet weiter. Das Gehirn ordnet das Ereignis neu. Manchmal kommt einen Rest Trauer nach, aber sie darf abfliessen … und Sie haben in den Sitzungen gelernt, wie Sie Ihr Gehirn in den Verarbeitungsprozess versetzen können und sich dadurch selber helfen können.

Wenn Sie eine Frage zur Verarbeitung  haben, rufen Sie mich bitte an. Tel.: 030 45 49 45 44. Sollten Sie nich in Berlin wohnen, ist das kein Problem. An einem Wochenende (ab Freitag 17 uhr bis Sonntag mittag) können Sie nach Berlin kommen, in meiner Praxis übernachten und am Tag arbeiten wir an das Thema gemeinsam. Meistens arbeite ich mit den Klientinnen  9 bis 10 Stunden zusammen in 3 Tagen und wir bleiben danach schrifftlich in Verbindung, falls Sie Fragen haben.

Ein Kommentar

  1. Die Posttraumatische Belastungsstörung Beziehung: Wie Sie Ihre Partner zu unterstützen und halten Sie Ihre Beziehung gesund | INFOWEBLOG.NET#

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    Pingback vom 12. Oktober 2013 – 01:00

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