Depression nach OP? Hilfe vor und nach Operation
Vielleicht liegt eine Operation hinter dir und du fühlst dich seitdem psychisch verändert. Du bist niedergeschlagen, erschöpft oder ängstlich oder merkst, dass dich das Erlebte nicht richtig loslässt. Vielleicht fragst du dich, ob du unter einer Depression nach der OP oder nach der Narkose leidest – und vor allem, was dir jetzt helfen kann.
Depressive Beschwerden nach einer Operation können unterschiedliche körperliche und psychische Ursachen haben. Wenn sie anhalten oder stark ausgeprägt sind, sollten sie deshalb ärztlich abgeklärt werden.
Wenn dich der Eingriff selbst psychisch belastet, können wir gemeinsam anschauen, was davon heute noch nachwirkt. Das können Ängste, belastende Gedanken und innere Vorstellungen ebenso sein wie starke Gefühle oder körperliche Stressreaktionen, die auftreten, wenn du an die Operation denkst.
Warum geht es mir nach der Operation psychisch so schlecht?

Eine Operation kann körperlich und psychisch eine große Belastung sein. Schmerzen, Erschöpfung oder Sorgen um die eigene Gesundheit können ebenso eine Rolle spielen wie das Gefühl, während eines medizinischen Eingriffs die Kontrolle über den eigenen Körper abgeben zu müssen.
Nicht jede psychische Belastung nach einer Operation ist eine Depression. Angst, Niedergeschlagenheit oder starke emotionale und körperliche Reaktionen beim Gedanken an den Eingriff können unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist mir wichtig, gemeinsam mit dir anzuschauen, was dich heute tatsächlich belastet und wobei du Unterstützung brauchst.
Wenn dich die Operation auch danach noch belastet
Vielleicht ist die Operation medizinisch längst abgeschlossen, aber innerlich fühlt sie sich für dich noch nicht abgeschlossen an. Bestimmte Gedanken an den Eingriff, Erinnerungen oder Vorstellungen davon, was mit deinem Körper geschehen ist, lösen noch immer Angst, Unruhe, Trauer oder körperliche Anspannung aus.
Manchmal war es nicht nur der Eingriff selbst, der belastend erlebt wurde. Vielleicht hattest du das Gefühl, keine wirkliche Wahl zu haben, die Kontrolle über deinen Körper abgeben zu müssen oder in einer entscheidenden Situation ausgeliefert zu sein.
In unserer gemeinsamen Arbeit schauen wir deshalb zunächst darauf, was genau dich heute noch belastet. Anschließend können wir gezielt daran arbeiten, dass das Erlebte emotional mehr Abstand bekommt und dich im Alltag weniger überwältigt.
Wenn die Operation noch vor dir liegt: Hilfe bei Angst und Anspannung
Vielleicht weißt du, dass die Operation notwendig oder sinnvoll ist, und trotzdem löst schon der Gedanke daran Angst oder starke Anspannung aus. Manchmal ist es die Narkose, manchmal die Angst vor Schmerzen oder Komplikationen – oder das Gefühl, während des Eingriffs die Kontrolle abgeben zu müssen.
Gemeinsam können wir anschauen, welcher Teil der bevorstehenden Situation für dich besonders belastend ist. Wenn du den ungefähren Ablauf des Eingriffs kennst, können wir auch einzelne Schritte gedanklich durchgehen und herausfinden, an welchen Stellen besonders viel Stress entsteht.
Ziel ist nicht, dir einzureden, dass du keine Angst haben solltest. Vielmehr geht es darum, die vorhandene Angst ernst zu nehmen und die damit verbundene emotionale Belastung zu reduzieren, damit du dem Eingriff möglichst ruhig und vorbereitet begegnen kannst.
Methoden, die über Gespräche hinausgehen
Sowohl bei Ängsten vor einer bevorstehenden Operation als auch bei belastenden Reaktionen nach einem bereits erfolgten Eingriff können wir anschließend mit therapeutischen Methoden gezielt an dem arbeiten, was dich emotional noch belastet.
Je nachdem, was dich vor oder nach dem medizinischen Eingriff belastet, arbeite ich mit EMDR, Brainspotting, inneren Bildern und NADA-Perlen/Akupressur.

EMDR kann vor einer Operation eingesetzt werden, um an konkreten Ängsten und belastenden Vorstellungen zu arbeiten. Nach einem Eingriff kann es helfen, belastend erlebte Situationen und Erinnerungen zu verarbeiten, damit die damit verbundenen Gefühle und Körperreaktionen nach und nach an Intensität verlieren.
Brainspotting bezieht das körperliche Erleben besonders mit ein. Wenn du beim Gedanken an die Operation beispielsweise Anspannung oder andere unangenehme Körperempfindungen wahrnimmst, können wir mit dem arbeiten, was sich in diesem Moment in dir zeigt, und der Verarbeitung Zeit und Raum geben.
Innere Bilder können sowohl bei der Vorbereitung auf eine Operation als auch bei der Verarbeitung danach hilfreich sein. Dabei können wir beispielsweise mit belastenden Vorstellungen arbeiten, die mit dem Eingriff verbunden sind.
NADA-Perlen/Akupressur können ergänzend eingesetzt werden, wenn Angst, innere Unruhe oder starke Anspannung im Vordergrund stehen. Die kleinen Perlen werden an bestimmten Punkten am Ohr befestigt und können dort für einige Zeit verbleiben. Sie können dich dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen und Anspannung zu regulieren.
Welche Methode für dich und dein Anliegen passend ist, entscheiden wir gemeinsam. Dabei bestimmst du dein Tempo und wir orientieren uns an deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis.
Dein nächster Schritt
Wenn du herausfinden möchtest, ob meine Begleitung für dich passend sein könnte, kannst du ein kostenloses 20-minütiges Kennenlerngespräch mit mir vereinbaren.
In diesem Gespräch kannst du mir kurz erzählen, was dich beschäftigt, und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann.
Wenn der richtige Zeitpunkt für dich gekommen ist, bin ich gern für dich da.

