Traumasensible Methoden

Brainspotting in Berlin – belastende Erfahrungen behutsam verarbeiten

Manchmal zeigt sich eine belastende Erfahrung nicht nur in Gedanken oder Erinnerungen, sondern auch im Körper. Vielleicht spürst du Anspannung, Druck, Unruhe oder eine andere Körperempfindung, sobald du an eine bestimmte Situation denkst.

Brainspotting ist eine körperorientierte Methode, bei der wir mit dem arbeiten, was sich in diesem Moment in dir zeigt. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel zu erzählen oder eine belastende Erfahrung immer wieder ausführlich zu schildern.

Ich arbeite seit 2014 mit Brainspotting und setze die Methode insbesondere dann ein, wenn Gefühle und Körperreaktionen bei der Verarbeitung einer belastenden oder traumatisch erlebten Erfahrung eine wichtige Rolle spielen.

Wann kann Brainspotting hilfreich sein?

Brainspotting kann für dich infrage kommen, wenn eine belastende Erfahrung emotional oder körperlich noch deutlich spürbar ist.

Ich setze Brainspotting beispielsweise ein bei:

Wenn die emotionale Belastung sehr stark ist, arbeite ich häufig mit Brainspotting. Ich erlebe die Methode als besonders behutsam und kann die Verarbeitung so gestalten, dass Sicherheit und das individuelle Tempo besonders im Vordergrund stehen.

Wie funktioniert Brainspotting?

Bei Brainspotting richten wir die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf das belastende Thema und das, was du dabei in deinem Körper wahrnimmst. Gemeinsam suchen wir anschließend eine bestimmte Blickrichtung beziehungsweise einen Punkt im Gesichtsfeld, an dem die emotionale oder körperliche Reaktion besonders deutlich wahrnehmbar ist.

Während du diesen Blickpunkt hältst, bekommt das, was sich in dir zeigt, Zeit und Raum, sich zu verändern und weiterzuentwickeln. Dabei können Gefühle, Körperempfindungen, Gedanken, Erinnerungen oder auch innere Bilder auftauchen.

Ich begleite dich während dieses Prozesses, ohne vorzugeben, was geschehen oder was du fühlen solltest. Wir arbeiten mit dem, was sich bei dir in diesem Moment zeigt, und in deinem Tempo.

Bei Brainspotting kann zusätzlich eine bilaterale Stimulation eingesetzt werden, beispielsweise über Töne oder taktile Reize.

Was unterscheidet Brainspotting von EMDR?

Der Unterschied liegt vor allem in der Vorgehensweise. Bei Brainspotting suchen wir gemeinsam einen bestimmten Punkt im Gesichtsfeld, an dem sich die emotionale oder körperliche Reaktion auf ein belastendes Thema besonders deutlich zeigt. Dieser Blickpunkt wird während der Verarbeitung gehalten.

Bei Brainspotting steht das körperliche Erleben besonders im Mittelpunkt. Wir achten sehr genau darauf, was sich im Körper zeigt und wie sich Körperempfindungen, Gefühle, innere Bilder oder Erinnerungen während der Verarbeitung verändern.

In meiner langjährigen Arbeit mit beiden Methoden erlebe ich Brainspotting häufig als eine behutsamere und zugleich tiefer gehende Form der Verarbeitung als EMDR.

Sicherheit und dein eigenes Tempo

Auch bei Brainspotting geht es nicht darum, möglichst schnell oder möglichst tief in eine belastende Erfahrung einzusteigen. Wir schauen gemeinsam, was sich für dich in diesem Moment zeigt und was du für die Verarbeitung brauchst.

Du bestimmst dein Tempo. Der Prozess kann jederzeit unterbrochen, verlangsamt oder angepasst werden.

Dein nächster Schritt

Wenn du wissen möchtest, ob Brainspotting für dein Anliegen eine passende Methode sein könnte, kannst du ein kostenloses 20-minütiges Kennenlerngespräch mit mir vereinbaren.

In diesem Gespräch kannst du mir kurz erzählen, was dich beschäftigt, und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann.